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Schutz heimischer Tierarten

Antrag zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bau am 01. Juli 2026:

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

der Ausschuss möge wie folgt beschließen:

Der Bau- und Umweltausschuss bekennt sich zum Schutz heimischer Tierarten und ihrer Lebensräume sowie zu einem verantwortungsvollen Miteinander von Mensch und Natur.

Vor diesem Hintergrund beschließt der Ausschuss:

  1. Die Stadt Wermelskirchen empfiehlt den Betrieb von Mährobotern grundsätzlich auf die Tagesstunden zu beschränken, um Igel und andere nachtaktive Tiere besser zu schützen.
  2. Die Stadt informiert Bürgerinnen und Bürger durch geeignete Öffentlichkeitsarbeit, ihren Internetauftritt sowie soziale Medien über die Bedeutung naturnaher Gärten und die Gefahren nächtlich betriebener Mähroboter für Igel und andere Kleintiere.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, auf welchem rechtlich zulässigen Weg der nächtliche Betrieb von Mährobotern in der Zeit von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr eingeschränkt werden kann, und dem Ausschuss über die Ergebnisse zu berichten

Begründung:

Wermelskirchen ist als ländlich geprägte Stadt mit zahlreichen Gärten, Grünflächen und naturnahen Wohngebieten ein wichtiger Lebensraum für viele heimische Tierarten. Insbesondere in den Abend- und Nachtstunden nutzen Igel, Amphibien, Insekten und andere Kleintiere diese Flächen zur Nahrungssuche und als Rückzugsraum.

Gerade dort, wo menschliche Nutzung und natürliche Lebensräume unmittelbar aufeinandertreffen, kommt dem Schutz dieser Tiere eine besondere Bedeutung zu. Mähroboter können in den Nachtstunden die natürliche Nutzung ihrer Lebensräume durch Igel und andere Kleintiere erheblich beeinträchtigen.

Kommunale Maßnahmen zum Schutz nachtaktiver Tiere leisten daher nicht nur einen Beitrag zum Artenschutz, sondern fördern auch ein verantwortungsvolles und naturverträgliches Miteinander von Mensch und Tier im unmittelbaren Wohnumfeld. Sie tragen dazu bei, die biologische Vielfalt in unserer Stadt langfristig zu erhalten und die Bevölkerung für den Wert naturnaher Lebensräume zu sensibilisieren.

Wir bitten um Zustimmung.

Mit freundlichen Grüßen     
gez. Marcello Albani
(Sachkundiger Bürger)

Foto: unsplash

💬 2 Kommentare

  • Fraktion VWG Wermelskirchen/Zukunft Wermelskirchen setzt auf Aufklärung bei Mährobotern

    Zunächst möchten wir uns ausdrücklich bei den Kolleginnen und Kollegen von Fab Hückeswagen für den konstruktiven Austausch bedanken. Dass wir dieses Thema in derselben Sitzungswoche ebenfalls aufgreifen dürfen, verstehen wir als gutes Beispiel für gelungene interkommunale Zusammenarbeit. Genau für diese Form des Austauschs und der Zusammenarbeit zwischen Kommunen setzen wir uns ein.

    Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass wir einen etwas anderen Schwerpunkt setzen. Während bei Fab Hückeswagen insbesondere ein nächtliches Fahrverbot für Mähroboter im Mittelpunkt steht, liegt unser Fokus auf der allgemeinen Sensibilisierung für den Arten- und Naturschutz. Deshalb haben wir bewusst einen Prüfantrag formuliert. Die Verwaltung soll fachlich bewerten, ob und in welchem Umfang eine zeitliche Einschränkung sinnvoll und verhältnismäßig ist.

    Dabei geht es uns nicht in erster Linie um die Frage, ob moderne Mähroboter Tiere verletzen oder töten können. Unser Anliegen ist vielmehr, nachtaktiven Tierarten möglichst ungestörte Rückzugs- und Aktivitätszeiten zu ermöglichen. Die Nacht ist für zahlreiche heimische Tiere ein wichtiger Teil ihres natürlichen Lebensraums. Diesen Aspekt des Arten- und Naturschutzes möchten wir stärker in den Blick rücken.

    „Wir wollen die Menschen mitnehmen – nicht bevormunden“, erklärt Marcello Albani von Zukunft Wermelskirchen. „Der Schutz von Igeln und anderen nachtaktiven Tieren ist wichtig. Aber wir sind überzeugt, dass Aufklärung und Sensibilisierung der bessere und nachhaltigere Weg sind.“ Die Fraktion VWG Wermelskirchen/Zukunft Wermelskirchen hat dazu einen Antrag in den Bau- und Umweltausschuss eingebracht. Das Thema wird bereits in vielen Kommunen in Nordrhein-Westfalen diskutiert.

    Wir freuen uns, dass Fab Hückeswagen und die gemeinsame Fraktion VWG Wermelskirchen/Zukunft Wermelskirchen dieses wichtige Thema nahezu zeitgleich auf die politische Agenda setzen. Unterschiedliche Schwerpunkte sind dabei kein Widerspruch, sondern ergänzen sich. Gerade deshalb ist es uns wichtig, Missverständnissen vorzubeugen und deutlich zu machen: Beide Initiativen verfolgen dasselbe Ziel – den Schutz unserer heimischen Tierwelt zu stärken – setzen dabei jedoch unterschiedliche Akzente.

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