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Anfrage zur Sitzung des Zukunftsausschusses am 27. Mai 2026:„Opas und Omas“ für Kinder

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Hibst,

in seinem Buch „Kinder – Minderheit ohne Schutz“ beschreibt Aladin El‑Malalai eindrücklich die langfristigen demografischen Entwicklungen und die gesellschaftlichen Veränderungen, die unsere Städte und Gemeinden bereits heute prägen und in Zukunft weiter intensivieren werden (Auszug als Anlage).

Die Autoren verdeutlichen, dass wir in einer Gesellschaft leben werden, in der – bezogen auf die Gesamtbevölkerung – vergleichsweise wenige Kinder einer deutlich wachsenden Zahl aktiver, engagierter und lebensfroher Seniorinnen und Senioren gegenüberstehen.

Gleichzeitig zeigen sie auf, dass Kinder auch heute wie früher Geborgenheit, Zuwendung, Orientierung und alltagspraktische Unterstützung benötigen – Rollen, die traditionell Großeltern übernommen haben. Zugleich leben viele ältere Menschen ohne eigene Enkelkinder oder wünschen sich mehr sinnstiftende soziale Einbindung.

Aus diesen Entwicklungen entsteht eine große Chance: ein strukturiertes, gut begleitetes Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung, in dem Jung und Alt voneinander profitieren – ein echtes „Win-Win“ für unsere Stadtgesellschaft.

Vor diesem Hintergrund richtet die Fraktion folgende Fragen an die Verwaltung:

  1. Ist die Etablierung eines solchen generationenverbindenden Netzwerks in Wermelskirchen realistisch und sinnvoll?
    Welche Akteurinnen und Akteure könnten Aufbau, Moderation und Organisation übernehmen?
  2. Wie kann bei der Gestaltung eines solchen Angebotes ein verlässlicher Schutz für alle Beteiligten gewährleistet werden – insbesondere hinsichtlich Prävention von Missbrauch, Haftungsfragen und Qualitätsstandards?
  3. Welche Anreize und Unterstützungsstrukturen könnten Verwaltung und Politik schaffen, um eine hohe Beteiligung und nachhaltige Wirkung zu ermöglichen?
  4. Inwieweit wäre eine Anbindung oder Weiterentwicklung dieser Idee im Rahmen des bestehenden ZWAR‑Projekts denkbar?

Ziel ist es, die Potenziale aller Generationen zu stärken, soziale Beziehungen zu fördern und Wermelskirchen als zukunftsorientierte, familienfreundliche und solidarische Kommune weiterzuentwickeln.

Mit freundlichen Grüßen
Henning Rehse
Andreas Müßener
Fraktionsvorsitzende

Foto: von undiamasparavivirtv KI-generiert

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